Wasserspülungen des Dickdarms haben eine lange Geschichte und wurden schon von altägyptischen Ärzten angewendet. Damals wurde ein langes, hohles Schilfrohr in den After des Patienten eingeführt und mit Wasser gefüllt. Anschließend blies der Heilkundige das Wasser durch das Schilfrohr in den Darm des Patienten. Diese Vorgehensweise war der Vorläufer des heutigen Klistiers, wie er heute noch in Krankenhäusern und auch privaten Haushalten üblich ist.
Mittlerweile werden moderne Apparaturen dazu eingesetzt, Fäulnis- und Gärgifte aus dem Dickdarm zu entfernen. Aber warum ist dies überhaupt notwendig?
Der Dickdarm ist physiologischerweise von verschiedenen Bakterienarten besiedelt. Diese leben in Symbiose mit dem menschlichen Organismus und produzieren zahlreiche wertvolle Substanzen, z.B. Vitamin K, Vitamin B12, Thiamin und Riboflavin. Die Gasbildung im Dickdarm, die unter normalen Bedingungen etwa 600ml/Tag beträgt, ist die Folge der Aktivität der Darmbakterien. Diese Gase, in erster Linie CO2, Wasserstoff und Methan entstehen vor allem beim bakteriellen Zelluloseabbau. Eine zellulosereiche Kost (Hülsenfrüchte) kann die Gasproduktion im Dickdarm schon unter "normalen Bedingungen" um das 10fache steigern.
Durch eine fehlerhafte Ernährung und Lebensweise, Umweltbelastungen und chronische Medikamenteneinnahme wird das Gleichgewicht zwischen Mensch und Bakterien gestört (Dickdarm-Dysbiose). Dabei kommt zu einem Übergewicht krankheitsfördernder Darmkeime und einer zunehmenden Verschlechterung der Verdauungsleistung. Zudem kann der Dickdarm seine Funktion als Entgiftungsorgan nicht mehr ausreichend erfüllen, Gift- und Abfallstoffe werden nicht mehr schnell genug abgebaut und ausgeschieden.
Die zwangsläufige Folge davon ist die Selbstvergiftung des Organismus, man bezeichnet dies auch als"Autointoxikation". Generelle Symptome können Vitalitätsverlust, Müdigkeit, Depressionsneigung, Aggressivität und Abgeschlagenheit sein. Auch zahlreiche Krankheiten können direkt oder indirekt mit einer gestörten Entgiftungsfunktion des Dickdarms in Verbindung stehen.
Die Colon-Hydrotherapie entfernt sanft und wirksam Gär- und Fäulnisstoffe sowie angesammelten Stuhl von den Darmwänden und aus dem Darmlumen. Dieser natürliche Säuberungsprozess entlastet das Immunsystem und regt den Stoffwechsel sowie die Darmfunktion an. Ziel ist eine so gründliche Reinigung und Sanierung des Dickdarms, dass es wieder zur Ansiedlung einer physiologischen, erwünschten Darmflora kommt.
Bei einer Colon-Hydrotherapie liegen Sie bequem in Rückenlage. Durch ein Kunststoffröhrchen fließt angewärmtes Wasser in den Dickdarm, über einen zweiten Schlauch wird das Wasser mit dem gelösten Darminhalt abgeleitet. Während der Therapie wird Ihr Bauch sanft massiert, damit das Wasser sämtliche kritische Bereiche des Darms erreichen kann. Die reinigende Wirkung des Wassers in Verbindung mit der gezielten Bauchdeckenmassage bewirkt eine Anregung der Darmfunktion, damit dieser wieder seine Tätigkeit aufnimmt und selbstständig den angesammelten Darminhalt weiterbefördert. Eine Einzelbehandlung dauert unterschiedlich lange, selten bis zu 60 Minuten. Verwendet wird ausschließlich Einmalmaterial.